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 DATA

 
 

Mercoledì 6 Luglio 1994

 
 

 
 

 EVENTO

 
 

Diario Carboni Europe Tour 1994

"Italian Night"

 
 

 

 
 

 CITTA' E LUOGO

 
 

BERLIN - BERLINO (GERMANIA)

Waldbuhne

 
 

 

 
 

 BIGLIETTO DEL CONCERTO

 
 

Non disponibile

 
 

 

 
 

 FOTOGRAFIE DEL CONCERTO

 
 

Non disponibile

 
 

 

 
 

 CURIOSITA' E SCALETTA DEL CONCERTO

 
 
Concerto open-air di Luca a Berlino per la manifestazione "Italian Night". Tre diversi concerti: quello di Luca, quello di Eros Ramazzotti e quello di Jovanotti. Settemila i presenti!
 
 

 

 
 

 RECENSIONI E ARTICOLI DELLA STAMPA

 
 

DATA: 08 Luglio 1994

TITOLO: Die Gitarre durfte nur einmal kurz jaulen

               "Italian Night" in der Waldbühne: zuwenig Publikum für Eros Ramazotti

TESTATA: Berliner Zeitung

AUTORE: Stefan Westerlund

 

Stell Dir vor, drei Superstars geben ein Konzert und kaum einer geht hin. So geschehen am Mittwoch in Berlin. Bei der "Italian Night" traten Eros Ramazotti, Luca Carboni und Jovanotti gemeinsam an die Rampe. Jeder der drei füllt in Italien Stadien. In Berlin war die Waldbühne mit 7 000 Zuschauern nur zu knapp einem Drittel gefüllt.

Woran lag es? Die Musik war gut, das Wetter noch besser. Aber viele der meist jugendlichen Fans müssen angesichts steigender Eintrittspreise (diesmal knapp 70 Mark) passen. Nicht nur in Berlin. In ganz Deutschland werden Konzerte in kleinere Hallen verlegt (ZZ Top) oder abgesagt (Jean-Michel Jarre). Die hohen Preise sind zum Bumerang für die Veranstalter geworden.

Zurück zur Waldbühne. Begleitet von einer exzellenten, groovenden Band nutzte Rap-Star Jovanotti seinen angeborenen Vorteil voll aus: Rap auf Italienisch klingt erotischer, jazziger als harter US-Slang. Ein Sänger mit Charisma: Jovanotti hüpfte über die Bühne, sprang in die Massen und imitierte die altbekannten "Say Ho"-Spielchen mit den Fans - die begeistert mitmachten. Ein Sänger, dem die Worte wichtig sind. Im Gegensatz zu seinen Kollegen Carboni und Ramazotti erklärte Jovanotti jeden seiner Songs auf Deutsch.

Auf Platte klingt die kehlige Stimme von Luca Carboni brillant. Carboni erzählt bitter-süße Liebesgeschichten, die leider auf der Bühne kraftlos verpuffen. Vielleicht lag es an der seelenlosen Band. Erst zum Schluß konnte Carboni losrocken: "Ci voule un fisico bestiale" hatte das Temperament, das man Italienern allgemein zuschreibt.

Das Kreischen von Hunderten Teenies kündigte den Star der Nacht an: Eros Ramazotti, der Sänger, der kein Teeniestar mehr sein will. Nicht umsonst hat Ramazotti sein letztes Album "Tutte storie" mit Eric-Clapton-Musikern eingespielt. Es ist zu hören: Ramazotti hat ein Feeling für Blues. Aber die Fans fordern noch hartnäckig die alten Hits. Dem Gitarristen seiner Band wird so nur ein kurzes Aufjaulen der Saiten gestattet, dann schaltet Eros wieder auf Schlafzimmerblick um. Zwei Stunden Schmuse-Balladen, Jubel für "Adessu Tu" oder "Se bastasse".